SZ: Bette sich wer kann

Das Thema Verbot von Ferienwohnungen in Wohngebieten im Ostseebad Rerik hat es am 19.10.2015 auf die Panorama-Seite der Süddeutsche Zeitung geschafft und ist damit zu höchst zweifelhafter Berühmtheit gelangt.

Inzwischen hat der Landrat des Landkreises Rostock mit den Kommunen seines Landkreises ein Stillhalteabkommen getroffen und wird nur noch auf Nachbaranzeigen hin tätig, während im Ostseebad Rerik die Anzeige eines Nachbarn für die Einleitung von flächendeckenden Ordnungswidrigkeiten- und Nutzungsuntersagungsverfahren ausgereicht hatte. Für eine Rücknahme der Verfügungen sieht der Landrat im Ostseebad Rerik jedoch keinerlei Spielraum.

Wenn die Stadt Rerik in 2013 noch allen von den Nutzungsuntersagungen Betroffenen eine Änderung des Bebauungsplanes mit dem Ziel einer weitgehenden Sicherung des Status quo zugesagt hatte, hat sie es sich inzwischen aber wohl anders überlegt und haben die Stadtvertreter am 15. Oktober 2015 einen Beschluss über die Ergänzung ihres Abwägungsbeschlusses vom 11.12.2014 – BV/Re/671/14 – sowie einen Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes Nr. 2 gefasst, der einem Großteil der Eigentümer eine Ferienwohnnutzung nicht mehr ermöglichen wird.B-Plan-Änderung